ÜBER MICH
GERALD KORCZEWSKI
KOMPETENZEN & ANGEBOT
Erfahrener Projektpartner mit langjähriger Expertise im sicherheits- und polizeilichen Umfeld sowie in komplexen IT-Infrastrukturprojekten. Bekannt für eine integre, verlässliche und lösungsorientierte Arbeitsweise – sowohl im operativen Tagesgeschäft als auch bei strategisch bedeutenden Vorhaben.
Kernkompetenzen
Digitale Transformation in sicherheitskritischen Umfeldern – technologische Kompetenz kombiniert mit tiefem Verständnis für die besonderen Anforderungen von Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS).
- Über 30 Jahre Digitalisierungserfahrung: Mitwirkung an der Einführung der ersten digitalisierten Einsatzleitsysteme der Hamburger Polizei – inklusive Datenbankmanagement und Entwicklung von Benutzeroberflächen.
- Digitalfunk-Infrastruktur: Operative Gesamtverantwortung beim Aufbau des BOS-Digitalfunknetzes in Hamburg, dem ersten nahezu flächendeckenden Netz eines Bundeslandes. Kompetenzen: Funkplanung, Akquise und Aufbau von Basisstationen unter Berücksichtigung von Sicherheitsanforderungen.
- Künstliche Intelligenz und Gesichtserkennung: Als Leiter der Videoabteilung der Hamburger Polizei Einführung der Gesichtserkennung als erste deutsche Polizeibehörde – unter strikter Wahrung des Datenschutzes. Frühe Anwendung von KI-Technologien, Erfahrung mit Bodycams, Videoauswertung und Einsatzleitsystemen.
- Komplexe Projektleitung: Leitung von interdisziplinären Projekten mit mehreren Organisationen und Zuständigkeiten. Beispiel: Einführung eines ITSM-Programms (Ivanti) zur Prozessunterstützung in der Hard- und Softwareverwaltung.
Führungs- und Methodenkompetenz
- Integrative Teamführung: Unterschiedliche Persönlichkeitstypen einbinden und wertschätzend führen.
- Prozessvisualisierung: Komplexe Abläufe strukturiert aufbereiten und transparent machen.
- Trendfrüherkennung: Technologische Entwicklungen frühzeitig erkennen und nutzbringend integrieren.
- Strukturiertes, methodisches Vorgehen in sicherheits- und infrastrukturkritischen Projekten.
- Werteorientierung: Gerechtigkeit, Verlässlichkeit und Fairness prägen das Handeln.
Branchen- und Sektorenexpertise
- Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS): Polizei, Rettungsdienste, öffentliche Verwaltung.
- Kritische Infrastrukturen: Digitalfunk, Videoüberwachung, IT-Sicherheit, Einsatzleitsysteme.
- IT-Projektmanagement: ITSM-Implementierung, Hard-/Softwareverwaltung, Prozessoptimierung.
- Digitale Transformation: KI-gestützte Systeme, Datenschutz, Datenbankmanagement.
Qualifikationen
- Fachhochschule der öffentlichen Verwaltung, Fachbereich Polizei.
- Informatikbetriebswirt (VWA).
- Zusätzliche Qualifikationen: Funkplanung, IT-Themen, Projektmanagement, Systemischer Coach und Mediator, Digitaler Mentor.
Persönliches Profil
Analytisches Denken, strukturiertes Vorgehen und hohe technologische Kompetenz zeichnen die Arbeit aus. Dabei steht immer der Mensch im Mittelpunkt – denn Digitalisierung gelingt nur, wenn sie verstanden, getragen und gelebt wird.
Ein Schwerpunkt liegt auf der Begleitung von Menschen 50+, die ihren Platz im digitalen Wandel finden wollen – oft mit Unsicherheiten, manchmal mit Widerstand, aber immer mit großem Potenzial. Ziel ist es, Brücken zu schlagen zwischen dem, was war, und dem, was kommt.
Zuhören, strukturieren, visualisieren und klar kommunizieren – ehrlich, respektvoll und lösungsorientiert. Veränderung gelingt dann, wenn Vertrauen wächst und Fehler als Lernchancen verstanden werden.
Wenn Sie jemanden suchen, der Menschen, Prozesse und Technik verbindet, Führungserfahrung mit Empathie vereint und Veränderungen in echten Wandel übersetzt – dann bin ich gerne an Ihrer Seite.
MEIN WEG BIS HEUTE
Ich bin 65 Jahre alt und stehe an einem Punkt, an dem jahrzehntelange Expertise auf die Möglichkeiten künstlicher Intelligenz trifft. Nach 40 Jahren in komplexen IT- und Sicherheitsstrukturen habe ich gelernt: Die wertvollsten Lösungen entstehen nicht durch Technik allein, sondern wenn Fachwissen, Erfahrung und neue Werkzeuge zusammenkommen.
Was ich heute mache
Ich arbeite an der Schnittstelle von etabliertem Wissen und KI-gestützten Methoden. Mein Fokus liegt darauf, komplexe Systeme zu verstehen, Muster zu erkennen und Lösungen zu entwickeln, die funktionieren – nicht nur theoretisch, sondern in der Praxis.
Konkret bedeutet das:
- Wissensmanagement mit KI-Tools (Obsidian, Claude, strukturierte Dokumentation)
- Analyse und Optimierung von Prozessen und Systemen
- Beratung für Menschen und Organisationen, die Innovation mit Pragmatismus verbinden wollen
Mein Ansatz
Ich stelle unbequeme Fragen. Ich gebe nicht auf, wenn andere längst abgewunken haben. Ich vernetze Informationen auf ungewöhnliche Weise und suche nach der Logik hinter Problemen. Das macht mich manchmal anstrengend – aber auch effektiv.
Was mich antreibt, ist nicht Perfektion, sondern Verstehen. Ich will wissen, warum etwas funktioniert oder nicht funktioniert. Und dann will ich es besser machen.
Wofür ich stehe
Älteres Wissen + KI = Zukunft
Viele Unternehmen machen gerade einen Fehler: Sie glauben, KI ersetzt Ausbildung und Expertise. Das Gegenteil ist der Fall. KI ist ein Werkzeug – aber ohne Fachwissen, ohne Kontext, ohne jahrelange Erfahrung produziert sie Mittelmäßigkeit.
Die Zukunft gehört denen, die beides verbinden können: tiefes Wissen UND moderne Werkzeuge.
Womit ich Ihnen helfen kann
- Wissensmanagement: Strukturierung komplexer Information, Aufbau dokumentierter Systeme
- Prozessanalyse: Erkennen von Mustern, Optimierung von Abläufen
- KI-Integration: Pragmatische Nutzung von KI-Tools für reale Probleme
- Strategische Beratung: Für Menschen und Organisationen, die Innovation ernst nehmen
- Begleitung 50+: Brücken schlagen zwischen etabliertem Wissen und digitaler Zukunft
Ich arbeite nicht mit allen. Ich arbeite mit denen, die bereit sind, tief zu denken, unbequeme Wahrheiten zu hören und echte Lösungen zu wollen.
POLIZEI-KARRIERE: DIE DETAILS (1980-2020)
Dieser Abschnitt beschreibt konkrete Projekte und Funktionen aus meiner Zeit in der Polizei. Es geht darum zu zeigen, wie Innovation in komplexen Strukturen funktioniert – und welche Hürden dabei zu überwinden sind.
Die Rolle: Treibende Kraft in komplexen Strukturen
Über vier Jahrzehnte war ich in leitenden IT- und Sicherheitsfunktionen tätig. Meine Aufgabe: komplexe technische Systeme konzipieren, koordinieren und umsetzen – oft unter erheblichem organisatorischem Druck.
Was ich dabei lernte: Gute Ideen reichen nicht. Man braucht die Fähigkeit, Hindernisse zu überwinden, Menschen mitzunehmen und durchzuhalten, wenn andere längst aufgegeben haben.
Konkrete Projekte (Auswahl)
1. Bundesweites Digitalfunk-Netz (BOS-Funk)
Rolle: Koordination und praktische Umsetzung Hamburg
Zeitraum: 2000er Jahre
Der Aufbau eines bundesweiten digitalen Kommunikationsnetzes für Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste war eine der größten Infrastrukturmaßnahmen der deutschen Sicherheitsbehörden.
Die Herausforderung:
Bei der ersten Standort-Begehung wurde deutlich: Zehn verschiedene Gewerke – Statiker, IT-Netzwerker, Bauingenieure, Systemlieferanten, Blitzschutzexperten – mussten koordiniert werden. Die Komplexität war erheblich.
Mein Ansatz:
Vertrauen aufbauen. Verstehen, was jedes Gewerk macht. Probleme erkennen, bevor sie eskalieren. Ich sorgte dafür, dass alle Beteiligten miteinander sprachen, ganzheitlich arbeiteten und frühzeitig auf potenzielle Schwierigkeiten hinwiesen.
Das Ergebnis:
Die beteiligten Firmen berichteten später, sie hätten noch nie so reibungslos beim Aufbau eines Netzes zusammengearbeitet. Hamburg verlief deutlich konfliktärmer als vergleichbare Projekte in anderen Bundesländern. Das Netz funktioniert bis heute.
2. Objektfunk & Hochbahn: Standards setzen
Rolle: Konzeption, Standards entwickeln, bundesweite Beratung
Zeitraum: 2000er – 2010er Jahre
Die Herausforderung:
Nach dem Aufbau des Digitalfunknetzes musste der Funk in die Gebäude kommen. Die neue Technik klinkt jedes Objekt ins Basisstationsnetz ein – organisiert wie ein Handynetz. Das erforderte ein völlig neues Konzept.
Da Hamburg als erstes Bundesland sein Netz fertig hatte, entstand sofort der Bedarf, Großobjekte anzubinden. Die Feuerwehr prüft jedes Bauvorhaben auf Funkerreichbarkeit im Notfall – jetzt musste das im Gesamtkontext gesehen werden.
Mein Vorgehen:
Ich entwickelte gemeinsam mit der Feuerwehr, einem Neubauprojekt und einem privaten Objektfunkbauer ein praktisches Testverfahren. Externe Consultants dokumentierten den technischen Aufbau, die Integration und die Auswirkungen auf die Basisstationen.
Das Ergebnis:
Hamburg entwickelte das erste funktionierende Konzept und ein Antragsverfahren für private Objektfunkbetreiber. Das war bundesweit einmalig – plötzlich musste eine Prüfinstanz etabliert werden, die amtlich wie eine Kfz-Zulassung funktionierte.
Hochbahn U-Bahn-Tunnel:
Ich begleitete die Digitalfunkertüchtigung der Hamburger Hochbahn. Durch enge Abstimmung mit den beteiligten Firmen konnten wir sicherstellen, dass die U-Bahn-Tunnel mit der richtigen Repeatertechnik ausgestattet wurden. Das Netz der Hochbahn war das erste, das bundesweit funktionsfähig in Betrieb ging.
Die Lektion:
Innovation braucht nicht nur technisches Know-how, sondern auch klare Zuständigkeiten und praktische Tests. Durch konsequente Dokumentation und Nachweisführung entstanden Standards, die anderen halfen.
3. Relationales Datenmodell & Service-Integration (LANdesk jetzt Ivanti -Projekt)
Rolle: Konzeption, Prozessanalyse, Datenmodell-Entwicklung
Zeitraum: 5 Jahre (2010er Jahre)
Die Herausforderung:
Die Funk- und Videoabteilung war technisch anspruchsvoll – viel alte analoge Technik, aber gleichzeitig rasante Digitalisierung. Als ein neues Ticketsystem eingeführt wurde, war unsere Abteilung zunächst nicht integriert. Ein einheitlicher Service-Desk schien unmöglich.
Was fehlte:
Eine systematische Prozess- und Informationsanalyse. Die Video- und Funk-Infrastruktur wurde in verschiedenen Excel-Listen verwaltet. Die Redundanzen waren erheblich.
Was ich entwickelte:
Über fünf Jahre hinweg entstand:
- Eine komplette Prozessanalyse der Abteilungsabläufe
- Ein relationales Datenmodell für alle zu verwaltenden Daten
- Ein integrierter Nebenzweig im bestehenden IT-System
- Ein offenes System, das theoretisch auch andere Bereiche hätte integrieren können
Der externe Software-Entwickler war begeistert – endlich erfuhr er, wo die tatsächlichen Bedarfe lagen.
Das Ergebnis:
Das System funktionierte und ermöglichte erstmals eine durchgängige digitale Verwaltung. Allerdings wurde deutlich: Lösungen, die etablierte Arbeitsweisen in Frage stellen, stoßen nicht immer auf Begeisterung – auch wenn sie technisch überlegen sind.
4. Leitung Videoabteilung: Von der Blackbox zur digitalen Infrastruktur
Rolle: Dienststellenleiter, Konzeption & Umsetzung der Digitalisierung
Zeitraum: 2010er Jahre bis 2018
Der Ausgangspunkt:
Ich übernahm die Leitung einer Videoabteilung, die zuvor wenig strukturiert war. Es gab einen großen Etat – aber kaum Überblick über die verschiedenen Bereiche. Die Herausforderung: eine gesamte analoge Abteilung in die digitale Welt überführen.
Was als technischer Appendix begann, entwickelte sich zu einer eigenständigen IT-Abteilung mit sechs parallel arbeitenden Bereichen.
Die sechs Teilbereiche:
- Operative Videotechnik: Konspirative Ermittlungstechnik für Strafverfolgung
- Öffentliche Verkamerung: Kameras im öffentlichen Raum, Einsatzzentrale
- Datensicherung: Externe Videodateien (Kaufhäuser, Tankstellen, Großeinsätze)
- Videoübertragungsfahrzeuge: Mobile Technik für Großlagen
- Verkehrsüberwachung: Radaranlagen
- Videosicherung an Objekten: Kamerasysteme an sicherheitsrelevanten Standorten
Das zentrale Problem: Übertragungswege und fehlender Überblick
Hinzu kamen diverse Übertragungswege – WLAN, analoger Funk, digitaler Funk, Satellit, Kabel. Niemand hatte einen Gesamtüberblick. Ich visualisierte das System auf einer großformatigen Zeichnung. Plötzlich war sichtbar, was niemand vorher zusammengedacht hatte.
Bodycam-Beschaffung: Konzept vor Technik
Zeitgleich entstand der Druck, Bodycams zu beschaffen. Ich erkannte früh: Wenn man plötzlich hunderte Bodycams beschafft, potenziert sich das Endgeräte-, Netzwerk- und Datensicherungsmanagement.
Ich erstellte ein detailliertes Konzept. Es stieß zunächst auf Skepsis – wurde als zu komplex wahrgenommen. Mein Vorgesetzter ermutigte mich weiterzumachen: „Wir müssen vorbereitet sein.“
Schnell wurde ich bundesweit von Firmen aufgesucht, die ihre Technik anbieten wollten – aber keine klaren Anforderungsbeschreibungen anderer Behörden bekamen. Hamburg war hier führend.
Die Lösung: Integrierte Infrastruktur
Ich beschaffte Auswertesoftware, baute ein Ticketsystem zur Erfassung von Metadaten auf und integrierte ein Datenmanagement-System. Als 2017 der G20-Gipfel in Hamburg stattfand, erwies sich diese Vorbereitung als entscheidend: Wir konnten die enormen Datenmengen lokal und digital auswerten – weil die Infrastruktur bereits stand.
Das Ende: Strukturwandel
Ich war gut vernetzt – bis mein Vorgesetzter in Pension ging. Sein Nachfolger hatte eine andere Arbeitsweise. Meine Arbeitsmittel wurden systematisch reduziert, und 2018 entschied ich mich für einen neuen Weg.
Was ich in diesen Jahren lernte
1. Innovation braucht mehr als gute Ideen
Technisch war vieles möglich. Organisatorisch war vieles schwierig. Die größte Herausforderung ist nicht die Technik, sondern Menschen und Strukturen zu bewegen.
2. Hierarchien reagieren unterschiedlich auf Veränderung
Wer zu schnell vorangeht, stößt auf Widerstand. Wer bestehende Arbeitsweisen in Frage stellt, wird nicht immer geschätzt – auch wenn die Lösung technisch überlegen ist. Das ist keine böse Absicht, sondern Systemlogik in Organisationen, die Stabilität schätzen.
3. Erfolg ist ein Teamergebnis
In hierarchischen Strukturen werden Projekterfolge oft nach oben weitergegeben. Das ist normal. Wer in solchen Strukturen arbeitet, muss das akzeptieren – oder andere Wege gehen.
Ich ging andere Wege.
4. Externe Expertise ist teuer – interne oft unterschätzt
Was ich entwickelte – Prozessanalysen, Datenmodelle, Systemintegrationen – hätte externe Beratungsfirmen erhebliche Summen gekostet. Intern wurde es oft als selbstverständlich wahrgenommen.
Warum ich 2018 ausschied
Nach 40 Jahren intensiver Arbeit und organisatorischen Veränderungen wurde klar: Meine Arbeitsweise passte nicht mehr in die veränderte Struktur.
Heute weiß ich: Ich war anders platziert, als es die Organisation brauchte.
Was bleibt
40 Jahre Erfahrung. Tiefes Wissen über komplexe Systeme. Die Fähigkeit, Muster zu erkennen, Probleme zu lösen und durchzuhalten, wenn andere aufgeben.
Und die Gewissheit: Innovation braucht keine perfekten Strukturen. Aber sie braucht Menschen, die bereit sind, gegen Widerstände zu arbeiten – nicht um zu gewinnen, sondern um zu verstehen und zu verbessern.
KONTAKT
+49151 508 32 601 | info@web-wbhprojekt.ipv64.de | www.mentolder.de